In Paris gibt es Straßen, die Einheimische am liebsten für sich behalten. Die Rue des Martyrs gehört dazu. Sie ist knapp einen Kilometer lang und verbindet die Kirche Notre-Dame-de-Lorette im 9. Arrondissement mit den ersten Hängen von Montmartre im 18. – leicht ansteigend, im Zickzack von einer Straßenseite zur anderen und mit einem Schaufenster nach dem anderen, das zum Anhalten verführt. Vom Hôtel R de Paris aus erreicht man sie in zehn Minuten zu Fuß über die Rue La Bruyère oder die Rue Rodier.
Der untere Teil der Straße: Feinkost und Spezialitätengeschäfte
Der untere Abschnitt der Rue des Martyrs, zwischen Place Notre-Dame-de-Lorette und Rue des Abbesses, ist das Herz des dauerhaften Viertelmarkts. Das Angebot ist dicht, vielseitig und für eine Nachbarschaftsstraße bemerkenswert hochwertig.
- La Souris Gourmande (Nr. 5) – Käseladen und Feinkostgeschäft, seit 1999 vor Ort, mit einer großen Auswahl an Rohmilchkäse, Charcuterie und Wein zum Mitnehmen. Die Beratung ist ehrlich, Probieren ist ausdrücklich erwünscht.
- Fromagerie Beillevaire (Nr. 48) – die andere große Käseadresse der Straße, mit Schwerpunkt auf Ziegenkäse und Rohmilchprodukten vom Bauernhof. Die Sonntagmorgen-Schlange ist praktisch garantiert – und das ist ein gutes Zeichen.
- La Chambre aux Confitures (Nr. 9) – ein Geschäft, das ganz Marmeladen, Karamell, Honig und Brotaufstrichen gewidmet ist, in einem Rahmen, der eher an ein Juweliergeschäft als an einen Feinkostladen erinnert.
- Famille Mary (Nr. 30) – Honig aus Paris und der Île-de-France, produziert in drei lokalen Imkereien. Einer der seltenen Orte, an denen man wirklich lokalen Honig als kulinarisches Souvenir kaufen kann.
- Boulangerie Landemaine (Nr. 26) – handwerkliche Bäckerei, bekannt für ihre traditionelle Baguette und ihr Feingebäck. Die morgendliche Warteschlange ist ein verlässlicher Qualitätsindikator.






