Manche Restaurants entdeckt man eher zufällig beim Vorbeigehen, angelockt von großen Fensterfronten zur Straße und dem Duft, der hinauszieht. L'Ascension in der 67 rue de Clichy gehört genau dazu — und liegt nur 3 Gehminuten vom Hôtel R de Paris entfernt. Seit 2018 serviert Chef Amar Chalal hier eine moderne Bistroküche, die zugleich instinktiv und hochpräzise wirkt, in einem Industrial-Chic-Ambiente, das in der Umgebung seinesgleichen sucht.
Chef Amar Chalal: von Yannick Alléno bis zur Weltreise
Amar Chalals Werdegang ist ungewöhnlich, und genau das macht seine Küche so unverwechselbar. Er stammt aus der Kabylei, wurde in Pariser Brasserien und anschließend am Lycée Belliard ausgebildet und traf dann auf Yannick Alléno, an dessen Seite er mehr als vier Jahre lang im Terroir Parisien, im Pavillon Ledoyen und bei privaten Veranstaltungen kochte. Dort perfektionierte er die Kunst der Saucen und Emulsionen, die bis heute eine klare Signatur seiner Küche sind.
2016 ließ er alles hinter sich. Rucksack, Flugticket, 14 Monate unterwegs: Argentinien, Patagonien, Chile, Brasilien, Amazonien, Australien, Indien und Nepal. Er kochte für seine Gastgeber, nahm Gewürze, lokale Produkte und einfache Handgriffe in sich auf. Zurück in Paris eröffnete er 2018, inzwischen Mitglied der Toques Blanches, im Juni L'Ascension. Der Name ist Programm: eine Küche im Aufstieg, geführt von einem Chef, dessen Neugier niemals nachlässt.
Die Küche: puristische Produkte, außergewöhnliche Saucen und Marktinstinkt
Amar Chalals Credo ist einfach: beste Grundprodukte mit feinsinnigen Kreationen veredeln, wobei Garung und Sauce den roten Faden bilden. Die Karte ist bewusst klein — 4 Vorspeisen, 4 Hauptgerichte und 4 Desserts — und wechselt mit dem Marktangebot. Zu finden sind Gerichte, die fest in der französischen Tradition stehen und zugleich von den Einflüssen seiner Reise profitieren: ein Wolfsbarsch-Ceviche mit prägnanter Frische, in Salzkruste gegarte Rote Bete mit frischem Kräuterkäse, confierte Lammschulter mit Salbei-Polenta oder ein Stück Rind mit Grand-Veneur-Sauce.
Auch die kleine Weinkarte ist eine echte Überraschung: rare und sammelwürdige Flaschen, von Chablis bis zu burgundischem Pinot Noir, ausgewählt von einem Experten, der sein Fach versteht.






